281top

KLAUS SEIDEL

Medizinischer Fachangestellter / Rettungssanitäter / Praxis-Berater

Damals...

...das war im Oktober 1988, als mein Hausarzt Dr. med. Wolfgang Ewert (Facharzt für Allgemeinmedizin) nach einer neuen Angestellten für seine Praxis in Hamburg-Jenfeld suchte. Ich hatte damals keine feste Anstellung und bewarb mich u.a. mit den Worten:

Ich kann Schreibmaschine schreiben, Karteikarten wegsortieren dürfte nicht so schwer sein und die Patienten auf die Sprechzimmer zu verteilen auch nicht...

Dr. Ewert suchte eine ausgelernte Arzthelferin (bis jetzt...). Wenige Tage darauf bekam ich einen Anruf mit der Bitte, doch noch einmal in die Praxis zu kommen und am besten gleich meine Bewerbungsunterlagen mitzubringen. Dr. Ewert hatte sich (nach Rücksprache mit seiner Frau und der "Zustimmung" seiner Angestellten) entschlossen, mir einen Ausbildungsplatz zum Arzthelfer anzubieten.

In Hamburg bis dahin sehr ungewöhnlich und mit teilweise großen "Steinen" versehen: In der Berufsschule W4 gab es zunächst keine Anmeldekarten für männliche Personen, in der Sporthalle gab es keinen Umkleideraum für Herren und als Quotenmann unter Frauen sollte sich die "böse Vorahnung" des damaligen Schulleiters bewahrheiten - ich wurde auch noch Klassensprecher! Ein Vorteil aber hatte es, als einziger unter vielen Frauen: Ich brauchte in den Pausen nie an der Toilette anstehen...

Schon kurze Zeit nach Lehrbeginn trat ich als einziges männliches Mitglied aus Hamburg dem Berufverband der Arzt-, Zahn- und Tierarzthelferinnen bei. Diesem Verband "verdanke" ich dann auch gleich darauf meine ersten "Medienerfahrungen" - man suchte einen Mann in einem typischen Frauenberuf...Gefunden!

3 Jahre gehen schnell vorbei und was ich schon kurz nach Lehrbeginn angefangen habe, setzte ich auch nach der Ausbildung fort - ich besuchte stets möglichst viele Fortbildungen.


Heute...

...arbeite ich noch immer in der Praxis von Dr. med. Wolfgang Ewert - seit dem 01.10.2007 Dr. med. Claudia Niebuhr und Lothar Elster (Fachärzte für Allgemeinmeidizin) als Arzthelfer/Medizinischer Fachangestellter. Doch nicht nur die für diesen Beruf "typischen" Arbeiten gehören zu meinem täglichen Aufgabengebiet - Glühbirnen auswechseln, Türgriffe reparieren, Anmeldung zusammenschrauben oder auch mal den einen oder anderen Computer in unserer Praxis wieder zum Laufen bringen... Selbst das Reparieren eines Rollstuhles konnten viele Patienten in unserer Praxis "live miterleben".

Seit 01.01.2007 bin ich in dieser Praxis zudem für die Einrichtung des Qualitäts-Management zuständig. Keine leichte Aufgabe, doch auch diese lässt sich bewältigen. Inzwischen habe ich auch in diesem Bereich viele Fortbildungen besucht.

Dank meiner "Fortbildungssucht" bin ich zwischenzeitlich dem Rettungssanitäter gleichgestellt, konnte schon einige Jahre (bis heute) beim grössten privaten hamburger Rettungsdienst G.A.R.D. aktiv mitarbeiten und somit auch das eine oder andere daraus lernen. Das selbstständige "Bewachen" von Veranstaltungen, das Leiten eines großen Verbandszeltes (beim Hamburger Alstervergnügen und Hafengeburtstag) und das (Mit-) Fahren auf Kranken- und Rettungswagen gehörten hier zu meinen Aufgaben. Beim FIFA-Fan Fest Hamburg (dem größten dieser Art in Deutschland) durfte ich (fast) täglich als Rettungssanitäter "hautnah" bei der Fußball-WM 2006 dabei sein und leitete eine von 2 medizinischen Sichtungsstellen auf dem Heiligengeistfeld.

Übrigens arbeiten wir in der Praxis auch mit dem Rettungsdienst G.A.R.D. hervorragend zusammen und bei so manchem Notfall (sowohl in unserer Praxis als auch direkt beim Patienten) haben sich meine Kenntnisse rund um die Notfallmedizin immer wieder bewährt.

Seit dem 01. September 2011 bin ich wieder bundesweit der bisher einzige männliche Prüfer für Arzthelferinnen über den Berufverband. Schon zu vor galt es 2x im Jahr erst die schriftliche Prüfung erstellen, schreiben und dann abschließend auch korregieren. Zudem kamen dann die praktischen Prüfungen in vielen Hamburger Arztpraxen dazu. Über Jahre hinweg hat sich diese Tätigkeit herumgesprochen und nur so ist es zu erklären, dass hin und wieder mich Ärzte in Bezug auf Tipps zur Ausbildung und zur Prüfung um Rat fragen (den sie dann auch erhalten...). Den Prüfer mußte ich zwischenzeitlich "an den Nagel hängen", da ich aus dem Berufsverband ausgetreten war und dieser für die Ernennung verantwortlich ist. Doch nun bin ich zunächst bis 2015 "wieder an Bord", denn:

Mittlerweile bin ich wieder Mitglied im Verband für medizinische Fachberufe e.V. (VMF), um für die Zukunft in meinem Beruf noch besser informiert (und abgesichert) zu sein.. Zudem bin ich zwischenzeitlich sowohl für die Ärztekammer Hamburg, der Tierärztekammer Hamburg als auch der Zahnärztekammer Hamburg im jeweiligen Berufsbildungsausschuss tätig. In der Ärztekammer Hamburg seit 2015 aber auch im Prüfungs- und im Fortbildungsausschuss.

Auch heute nehme ich noch immer regelmäßig an Fortbildungen und Veranstaltungen teil, für die ich inzwischen "selbstverständlich" u.a. bis nach Bad Segeberg, Kiel, Bad Hersfeld, Bonn oder Berlin fahre. Aber auch in Hamburg nehme ich die eine oder andere Fortbildung "mit"...

LongListClipart

Meine Fortbildungsliste

© 2004-2017 by Klaus Seidel, Hamburg

Stand:
10.10.2017
Home | Das bin ich | Beruf 1 | Beruf 2 | Hobby 1 | Hobby 2 | Presse | Praxisberatung | Impressum |